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Microsoft 365 Copilot: Diese Neuerungen brachte der September 2026

KI-Generiertes Foto

Microsoft baut Microsoft 365 Copilot weiter kräftig aus. Im September 2026 sind gleich mehrere Neuerungen für Word, Excel, PowerPoint, Teams, Outlook, SharePoint und OneDrive hinzugekommen.

Dabei geht es längst nicht mehr nur darum, irgendwo einen KI-Chat einzublenden. Microsoft versucht immer stärker, Copilot direkt in die täglichen Arbeitsabläufe innerhalb von Microsoft 365 einzubauen.

Interessant ist das diesmal nicht nur für Anwender, sondern auch für Administratoren.

Copilot Chat wird einheitlicher

Microsoft hat zunächst die Oberfläche von Copilot Chat in Teams und Outlook überarbeitet.

Das Erscheinungsbild orientiert sich jetzt stärker an der eigenständigen Copilot-App. Damit soll sich Copilot innerhalb verschiedener Microsoft-365-Anwendungen möglichst gleich anfühlen.

Auch Microsoft Edge wird weiter integriert. Dort soll die Copilot-Seite für neue Tabs ebenfalls überarbeitet werden.

Die Richtung ist ziemlich eindeutig: Microsoft möchte Copilot immer mehr zu einer zentralen Oberfläche für KI-gestütztes Arbeiten machen.

Agenten lassen sich direkt in Prompts einbinden

Spannend ist auch die stärkere Integration von Agents.

Nutzer können entsprechende Agenten inzwischen direkt in ihren Prompts aufrufen und für bestimmte Aufgaben einsetzen.

Damit entwickelt sich Copilot zunehmend von einem einfachen Chatbot zu einer Arbeitsoberfläche, über die spezialisierte KI-Agenten für unterschiedliche Aufgaben genutzt werden können.

Bessere Suche in eingescannten PDFs

Auch bei der Suche hat Microsoft nachgebessert.

Copilot soll Suchergebnisse jetzt besser mit gescannten PDF-Dokumenten abgleichen können.

Gerade in Unternehmen ist das durchaus relevant.

Viele ältere Dokumente liegen schließlich nicht als sauber durchsuchbare PDFs vor, sondern wurden irgendwann eingescannt. Wenn Copilot solche Inhalte besser berücksichtigt, kann das die Suche in großen Dokumentenbeständen deutlich hilfreicher machen.

Word bekommt Quellenangaben und Bildbearbeitung

Auch Microsoft Word erhält zusätzliche Copilot-Funktionen.

Neu beziehungsweise erweitert wurden unter anderem:

  • Quellenangaben
  • KI-gestützte Bildbearbeitung
  • zusätzliche Copilot-Funktionen innerhalb von Dokumenten

Damit wird Copilot immer stärker direkt in den Dokumentenworkflow eingebunden.

Statt Inhalte nur zu erzeugen, soll die KI beim Überarbeiten, Recherchieren und Anpassen bestehender Dokumente helfen.

Copilot auch in Excel und PowerPoint auf Android

Auch auf mobilen Geräten tut sich etwas.

Microsoft bringt die Copilot-gestützte Bearbeitung in Word, Excel und PowerPoint für Android.

Damit lassen sich bestimmte Inhalte künftig auch unterwegs mit Unterstützung von Copilot bearbeiten.

Gerade wer Microsoft 365 auf Smartphone oder Tablet nutzt, bekommt damit einen Teil der Funktionen, die bisher stärker auf Desktop und Web ausgerichtet waren.

PowerPoint bekommt Skills und Connectoren

Bei PowerPoint erweitert Microsoft Copilot um neue Skills und Connectoren.

Dadurch kann Copilot zusätzliche Informationen und externe Datenquellen in Arbeitsabläufe einbeziehen.

Das dürfte vor allem in Unternehmen interessant sein, in denen Präsentationen regelmäßig auf Daten aus verschiedenen internen Systemen basieren.

Copilot in SharePoint und OneDrive jetzt allgemein verfügbar

Ein weiterer wichtiger Schritt:

Copilot in SharePoint und OneDrive hat die allgemeine Verfügbarkeit erreicht.

Microsoft bringt seine KI damit noch tiefer in die zentrale Dokumenten- und Dateiverwaltung vieler Unternehmen.

Gerade SharePoint ist in vielen Organisationen praktisch das Rückgrat für:

  • Dokumente
  • interne Informationen
  • Projektunterlagen
  • Wissensdatenbanken
  • Team-Inhalte

Wenn Copilot dort sinnvoll auf die vorhandenen Daten zugreifen kann, wird die Funktion für Unternehmen deutlich interessanter als ein einfacher allgemeiner KI-Chat.

Aufzeichnungen werden automatisch zu Aufgaben

Die mobile Copilot-App bekommt außerdem die Funktion Record.

Damit können persönliche Gespräche oder Sprachnotizen aufgezeichnet und anschließend von Copilot ausgewertet werden.

Daraus sollen beispielsweise konkrete Aufgaben und Aktionspunkte entstehen.

Das kann bei Besprechungen durchaus praktisch sein: Statt anschließend aus seinen Notizen herauszusuchen, wer eigentlich was erledigen sollte, kann Copilot entsprechende Punkte automatisch strukturieren.

Natürlich setzt so eine Funktion voraus, dass bei Aufzeichnungen die jeweiligen Datenschutz- und Zustimmungsvorgaben berücksichtigt werden.

Neue Funktionen für Teams Phone

Microsoft erweitert außerdem Teams Phone um einen eigenen Copilot-Agenten.

Damit soll Copilot stärker in Telefonie- und Kommunikationsabläufe innerhalb von Microsoft Teams integriert werden.

Auch hier zeigt sich, wohin Microsoft möchte: Copilot soll nicht nur Dokumente schreiben, sondern möglichst viele Arbeitsbereiche innerhalb von Microsoft 365 miteinander verbinden.

Neue Möglichkeiten für Entwickler und Unternehmen

Unternehmen erhalten außerdem neue Plugins und Connectoren für industrielle Daten.

Microsoft stellt zusätzlich eine einheitliche Plugin-Registry bereit.

Interessant ist auch die Integration mit dem SharePoint Framework. Anwendungen, die darüber entwickelt wurden, können direkt als interaktive Oberflächen innerhalb von Copilot Chat eingebettet werden.

Damit können Unternehmen ihre eigenen Lösungen stärker direkt in die Copilot-Oberfläche integrieren.

Work IQ wird weiter ausgebaut

Für Nutzer entsprechender Frontier-Angebote erweitert Microsoft außerdem die Integration mit Work IQ.

Dabei können SharePoint-Inhalte sowie bestimmte Aktionen innerhalb dieser Arbeitsabläufe genutzt werden.

Auch hier geht es letztlich darum, Copilot stärker mit den tatsächlich im Unternehmen vorhandenen Informationen zu verbinden.

Administratoren können vertrauenswürdige SharePoint-Quellen festlegen

Besonders interessant finde ich die Neuerungen für Administratoren.

Über das Microsoft 365 Admin Center können nun bis zu 100 SharePoint-Websites als autoritative Quellen für Copilot Search festgelegt werden.

Damit lässt sich Copilot praktisch mitteilen:

Diese Quellen sind für unsere Organisation besonders wichtig und vertrauenswürdig.

Administratoren können diese Quellen:

  • anzeigen
  • hinzufügen
  • entfernen
  • gesammelt importieren
  • gesammelt exportieren

Gerade in größeren Unternehmen ist das sinnvoll. Denn das Problem ist oft nicht, dass zu wenig Informationen vorhanden sind – sondern dass zu viele vorhanden sind.

Wenn Copilot wichtige und offiziell gepflegte Quellen priorisieren kann, sollten die Ergebnisse im Idealfall zuverlässiger und relevanter werden.

Unternehmen können die Copilot-Nutzung besser auswerten

Microsoft führt außerdem neue Möglichkeiten ein, um die Akzeptanz von Copilot innerhalb eines Unternehmens zu untersuchen.

Administratoren können dafür gezielte Pulse-Umfragen erstellen.

Copilot kann bei der Erstellung der Umfragen helfen, während dynamische Benutzerlisten dafür sorgen, dass bestimmte Nutzergruppen gezielt angesprochen werden.

Laut Microsoft werden die Ergebnisse aggregiert und nicht einzelnen Personen zugeordnet.

Unternehmen sollen damit beispielsweise herausfinden können:

  • Wie häufig wird Copilot tatsächlich genutzt?
  • Welche Funktionen helfen den Mitarbeitern?
  • Wo gibt es Probleme?
  • Welche Erwartungen haben die Nutzer?
  • Wo sind zusätzliche Schulungen notwendig?

Das finde ich durchaus sinnvoll. Eine Copilot-Lizenz allein bringt schließlich noch keinen Produktivitätsgewinn, wenn niemand weiß, wie oder wofür die Funktionen eingesetzt werden sollen.

Microsoft macht aus Copilot immer mehr eine Plattform

Wenn man sich die September-Neuerungen insgesamt anschaut, fällt eines besonders auf:

Microsoft 365 Copilot ist längst nicht mehr einfach nur ein KI-Assistent neben Word oder Teams.

Microsoft baut daraus zunehmend eine Plattform, die Informationen, Anwendungen, Agenten und Unternehmensdaten miteinander verbinden soll.

Word bekommt neue KI-Funktionen, SharePoint und OneDrive werden stärker eingebunden, Teams erhält Agenten und Administratoren bekommen mehr Kontrolle über Quellen und Governance.

Das Ganze wird also erheblich größer als ein einfacher „Schreib mir diesen Text“-Button.

Mein Eindruck

Die spannendsten Neuerungen sind für mich diesmal gar nicht unbedingt die offensichtlichen KI-Funktionen in Word oder PowerPoint.

Interessanter finde ich die Verbesserungen im Hintergrund.

Wenn Unternehmen bestimmen können, welche SharePoint-Seiten als vertrauenswürdige Quellen gelten, und wenn Copilot immer stärker auf tatsächlich relevante Unternehmensinformationen zugreifen kann, wird das System im Arbeitsalltag deutlich interessanter.

Denn genau dort entscheidet sich letztlich, ob Copilot nur beeindruckende Demo-Texte produziert oder wirklich Zeit spart.

Fazit

Microsoft hat Microsoft 365 Copilot im September 2026 deutlich erweitert.

Neu beziehungsweise verbessert wurden unter anderem Copilot Chat, Word, PowerPoint, Teams Phone, SharePoint und OneDrive. Dazu kommen neue Agents, Connectoren, mobile Funktionen und umfangreichere Verwaltungswerkzeuge für IT-Abteilungen.

Besonders wichtig erscheint mir, dass Microsoft gleichzeitig die Governance verbessert.

Unternehmen bekommen mehr Kontrolle darüber, welche Informationen Copilot als maßgebliche Quellen verwenden soll und wie die Nutzung innerhalb der Organisation bewertet wird.

Damit entwickelt sich Microsoft 365 Copilot Schritt für Schritt von einer einzelnen KI-Funktion zu einem immer tiefer integrierten Bestandteil der gesamten Microsoft-365-Umgebung.