Windows 11

Windows 11: Häufig genutzte Ordner werden künftig automatisch für die Suche indexiert

Microsoft erweitert die Windows-Suche um eine neue Funktion, die im Alltag tatsächlich praktisch sein kann: Windows 11 kann häufig verwendete Ordner künftig automatisch in den Suchindex aufnehmen.

Dadurch sollen Dateien aus Ordnern, die man regelmäßig öffnet, später schneller und zuverlässiger über die Windows-Suche gefunden werden.

Die Funktion wird derzeit schrittweise für Windows 11 24H2 und 25H2 verteilt.

Windows erkennt häufig verwendete Ordner automatisch

Bisher musste man zusätzliche Ordner selbst in die Windows-Suche aufnehmen, wenn man wollte, dass deren Inhalte indexiert werden.

Mit der neuen Funktion soll Windows das nun teilweise selbst übernehmen.

Wenn ein Ordner regelmäßig verwendet wird, kann Windows ihn automatisch als zusätzlichen Suchort erkennen und in den Index aufnehmen.

Dadurch tauchen Dateien aus diesen Ordnern später auch in den normalen Suchergebnissen auf.

Eingeführt mit KB5120998

Die neue Funktion wurde erstmals mit dem Vorschauupdate KB5120998 vom 27. August 2026 eingeführt.

Später wurde sie auch in das kumulative September-Update KB5124008 übernommen.

Wichtig ist allerdings: Microsoft verteilt die Funktion schrittweise.

Nur weil eines dieser Updates installiert ist, heißt das also nicht automatisch, dass die Einstellung auf jedem Rechner schon sichtbar ist.

So findet ihr die neue Einstellung

Wenn die Funktion auf eurem System bereits freigeschaltet wurde, findet ihr sie unter:

Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Suche

Dort gibt es eine neue Option mit dem Namen:

„Automatisch zusätzliche relevante Speicherorte finden“

Diese lässt sich ein- oder ausschalten.

Abschalten deaktiviert nicht die komplette Windows-Suche

Wichtig ist die Unterscheidung:

Wenn ihr diese neue Funktion deaktiviert, wird nicht die komplette Windows-Indexierung ausgeschaltet.

Die bereits vorhandenen Suchorte bleiben weiterhin aktiv.

Es wird lediglich verhindert, dass Windows künftig selbstständig weitere häufig genutzte Ordner zusätzlich in den Index aufnimmt.

Wer also lieber selbst festlegen möchte, welche Ordner durchsucht werden, kann die Funktion problemlos abschalten.

Klassisch oder Erweitert: Das bleibt weiterhin bestehen

Windows 11 kennt weiterhin zwei grundlegende Suchmodi.

Klassisch

Im klassischen Modus werden standardmäßig unter anderem folgende Bereiche indexiert:

  • Dokumente

  • Bilder

  • Musik

  • Desktop

Zusätzliche Ordner können manuell hinzugefügt werden.

Erweitert

Im erweiterten Modus durchsucht und indexiert Windows deutlich mehr Bereiche des Rechners.

Das liefert umfangreichere Suchergebnisse, kann aber auch etwas mehr Systemressourcen benötigen.

Die neue automatische Ordnererkennung kommt zusätzlich zu diesen bisherigen Möglichkeiten.

Microsoft verrät nicht, wann ein Ordner als „häufig genutzt“ gilt

Interessant ist, dass Microsoft bisher nicht erklärt hat, nach welchen Kriterien Windows entscheidet, ob ein Ordner häufig genug verwendet wird.

Es gibt also aktuell keine Angaben dazu:

  • wie oft ein Ordner geöffnet werden muss

  • über welchen Zeitraum das gemessen wird

  • wie viele Ordner automatisch aufgenommen werden

  • wann ein Ordner wieder aus der automatischen Auswahl verschwindet

Man weiß also nur, dass Windows häufig verwendete Ordner erkennen soll, nicht aber genau, wie die Entscheidung getroffen wird.

Praktisch – aber nicht jeder will das

Für viele Nutzer dürfte die Funktion durchaus nützlich sein.

Wer regelmäßig mit denselben Projekt-, Kunden- oder Download-Ordnern arbeitet, bekommt dadurch möglicherweise bessere Suchergebnisse, ohne vorher etwas konfigurieren zu müssen.

Andererseits gibt es natürlich auch Nutzer, die lieber selbst bestimmen möchten, welche Bereiche Windows indexiert.

Gerade auf älteren Rechnern oder Systemen mit sehr großen Datenbeständen kann eine zusätzliche Indexierung auch mehr Aktivität im Hintergrund verursachen.

Dann ist es gut, dass sich die Funktion abschalten lässt.

Windows-Suche wird generell überarbeitet

Die automatische Ordnerindexierung ist nur ein Teil der aktuellen Änderungen an der Windows-Suche.

Microsoft hat zuletzt unter anderem auch:

  • die Startseite der Suche vereinfacht

  • Suchergebnisse deutlicher gekennzeichnet

  • zwischen Apps, Einstellungen, Dateien und Web-Ergebnissen unterschieden

  • Web- und Microsoft-Store-Vorschläge optional gemacht

Die Suche soll damit insgesamt übersichtlicher und besser steuerbar werden.

Falls die Option noch fehlt

Wenn ihr die Einstellung noch nicht findet, ist das zunächst kein Fehler.

Microsoft verteilt sie nach und nach an kompatible Geräte mit Windows 11 24H2 und 25H2.

Es kann also sein, dass zwei Rechner mit derselben Windows-Version und demselben Update die Funktion trotzdem zu unterschiedlichen Zeitpunkten erhalten.

Fazit

Windows 11 kann künftig häufig verwendete Ordner automatisch in den Suchindex aufnehmen.

Das ist vor allem praktisch für Nutzer, die oft in denselben Verzeichnissen arbeiten und ihre Dateien schneller über die Windows-Suche finden möchten.

Wer lieber die volle Kontrolle behalten will, kann die Funktion unter:

Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Suche

wieder deaktivieren.

Keine riesige Neuerung, aber durchaus eine sinnvolle Verbesserung der Windows-Suche – vorausgesetzt, Microsoft trifft bei der automatischen Auswahl der Ordner vernünftige Entscheidungen.