Windows 11

Windows 11: Spielabstürze durch RGB-Treiber – Microsoft nennt Workaround

Seit dem Windows-11-Update KB5121003 berichten einige Nutzer über Probleme beim Spielen. Spiele frieren ein, schließen sich plötzlich oder zeigen den Fehler EXCEPTION_ACCESS_VIOLATION. In manchen Fällen startet sogar der komplette PC ohne Vorwarnung neu.

Inzwischen hat Microsoft die Ursache genauer eingegrenzt. Offenbar liegt das Problem nicht direkt am Windows-Update selbst, sondern an bestimmten Treibern für RGB-Beleuchtung und entsprechende Hardware-Komponenten.

Besonders häufig fällt dabei der Treiber inpoutx64 auf.

Welche Spiele sind betroffen?

Genannt wurden bisher unter anderem:

  • ARC Raiders

  • MARVEL Tōkon: Fighting Souls

  • THE FINALS

Typische Symptome sind ein eingefrorenes Spiel, ein unerwartetes Beenden, die Fehlermeldung EXCEPTION_ACCESS_VIOLATION oder ein kompletter Neustart des Rechners.

Die Probleme traten verstärkt nach dem Windows-Update KB5121003 vom 11. August 2026 auf.

RGB-Software scheint die eigentliche Ursache zu sein

Anfangs sah es so aus, als wäre das Windows-Update selbst fehlerhaft. Microsoft geht inzwischen aber davon aus, dass bestimmte RGB-Treiber die Abstürze verursachen.

Solche Treiber werden beispielsweise von Mainboards, Lüftersteuerungen, RGB-Controllern oder anderer Gaming-Hardware installiert. Auf einigen Systemen findet sich dabei ein Treiber mit dem Namen inpoutx64.

Wenn dieser Treiber geladen ist, können bestimmte Spiele offenbar Probleme bekommen.

Das erklärt auch, warum längst nicht jeder Nutzer nach dem Update betroffen ist.

Microsoft empfiehlt einen Registry-Workaround

Wer tatsächlich unter den beschriebenen Abstürzen leidet, kann den problematischen Treiber vorübergehend deaktivieren.

Dazu muss ein Eintrag in der Windows-Registry geändert werden.

Wichtig: Wer keine Probleme hat, sollte hier nichts verändern. Vor Änderungen an der Registry empfiehlt sich außerdem eine Sicherung.

Öffnen Sie zunächst über das Startmenü den Registrierungs-Editor mit regedit und wechseln Sie anschließend zu:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\inpoutx64

Auf der rechten Seite befindet sich der Eintrag Start. Diesen per Doppelklick öffnen und den Wert auf:

4

setzen.

Danach den Rechner neu starten.

Der Treiber wird anschließend nicht mehr geladen.

Dafür kann die RGB-Beleuchtung ausfallen

Ganz ohne Nebenwirkungen ist diese Lösung möglicherweise nicht.

Da der Treiber unter Umständen von der RGB-Software benötigt wird, können danach beispielsweise Beleuchtungseffekte oder bestimmte Steuerungsfunktionen nicht mehr funktionieren.

Das ist also eher eine Übergangslösung für betroffene Spieler und keine Einstellung, die man vorsorglich auf jedem Rechner ändern sollte.

Falls dadurch Probleme mit der RGB-Hardware entstehen, kann der ursprüngliche Wert in der Registry wiederhergestellt werden. Am besten notiert man sich deshalb vorher, welcher Wert dort eingetragen war.

KB5121003 besser nicht einfach deinstallieren

Wer betroffen ist, könnte natürlich auf die Idee kommen, KB5121003 wieder zu entfernen.

Das würde ich allerdings nicht als erste Lösung sehen. Windows-Updates enthalten schließlich auch wichtige Sicherheitskorrekturen.

Da Microsoft inzwischen den RGB-Treiber als eigentliche Ursache identifiziert hat, ist es sinnvoller, genau dort anzusetzen, statt das komplette Windows-Update dauerhaft zu entfernen.

Fazit

Wer seit den August-Updates von Windows 11 plötzlich mit Spielabstürzen, EXCEPTION_ACCESS_VIOLATION oder unerwarteten Neustarts kämpft, sollte einen Blick auf seine RGB-Software werfen.

Vor allem der Treiber inpoutx64 kann dabei eine Rolle spielen.

Microsoft hat dafür einen Workaround veröffentlicht, mit dem sich der Treiber über die Registry deaktivieren lässt. Das kann die Spielabstürze verhindern, möglicherweise funktioniert danach allerdings die RGB-Steuerung nicht mehr vollständig.

Wer keine Probleme hat, muss nichts tun. Betroffene Nutzer haben mit dem Registry-Workaround aber zumindest eine Möglichkeit, die Zeit bis zu einer dauerhaften Lösung zu überbrücken.