Windows 11

Windows 11 26H2 mit nur 2,5 GB RAM-Auslastung? Rufus zeigt, wie schlank es gehen kann

KI-Generiertes Foto

Windows 11 gilt nicht unbedingt als Betriebssystem, das besonders sparsam mit Arbeitsspeicher umgeht. Umso interessanter ist ein aktueller Test, bei dem eine frische Windows-11-26H2-Installation im Leerlauf gerade einmal rund 2,5 GB RAM belegte.

Ganz ohne Zauberei ging das allerdings nicht.

Bei der Installation kam Rufus 4.15 zum Einsatz – inklusive der sogenannten Quality-of-Life-Optionen, mit denen sich einige vorinstallierte Microsoft-Komponenten und automatische Hintergrundstarts entschärfen lassen.

Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Rund 2,5 GB RAM bei Windows 11 26H2

Getestet wurde Windows 11 26H2 auf einem Rechner mit:

  • AMD Ryzen 5 3500
  • 16 GB DDR4-RAM
  • zwei 8-GB-Modulen mit DDR4-2133

Im Task-Manager zeigte sich anschließend eine Speichernutzung von nur etwa 2,5 GB.

Interessant dabei: Windows hatte den Arbeitsspeicher offenbar nicht einfach nur leergeräumt. Zusätzlich waren noch ungefähr 2,1 GB als Cache belegt.

Für eine aktuelle Windows-11-Installation ist das durchaus bemerkenswert.

Natürlich handelt es sich dabei nur um einen einzelnen Test auf einer bestimmten Hardware- und Softwarekonfiguration. Trotzdem zeigt das Beispiel ziemlich gut, wie viel Unterschied ein möglichst aufgeräumtes System machen kann.

Rufus kann inzwischen mehr als nur Installationsmedien erstellen

Rufus kennt man eigentlich vor allem als kleines Werkzeug, um bootfähige USB-Sticks für Windows oder Linux zu erstellen.

Inzwischen kann das Programm aber deutlich mehr.

Mit Rufus 4.14 wurde eine neue Quality-of-Life-Funktion eingeführt, über die sich bei einer Windows-11-Installation verschiedene unerwünschte Komponenten beziehungsweise automatische Starts reduzieren lassen.

Dazu gehören unter anderem Microsoft-Apps wie:

  • Teams
  • Outlook
  • Copilot

Solche Programme können normalerweise beim Start oder während der Anmeldung im Hintergrund aktiv werden und damit zusätzlichen Arbeitsspeicher belegen.

Wenn sie gar nicht erst automatisch mitlaufen, bleibt entsprechend mehr RAM für die Anwendungen übrig, die man tatsächlich verwenden möchte.

Eigentlich ziemlich simpel.

Was nicht läuft, braucht auch keinen Arbeitsspeicher.

Auch Microsoft arbeitet am Speicherverbrauch

Ganz allein Rufus muss für das gute Ergebnis allerdings nicht verantwortlich sein.

Microsoft arbeitet selbst daran, die Speichernutzung von Windows 11 zu verbessern.

Bereits im Sommer wurde bekannt, dass Optimierungen vor allem Systemen mit 8 GB RAM oder mehr zugutekommen sollen.

Das ist durchaus interessant, denn offiziell liegt die Mindestanforderung für Windows 11 weiterhin bei 4 GB Arbeitsspeicher.

Dass Microsoft seine Optimierungen vor allem auf Rechner mit mindestens 8 GB ausrichtet, zeigt aber auch ein wenig, wie realistisch diese 4 GB im Alltag inzwischen noch sind.

Windows 11 startet damit vielleicht.

Ob man damit wirklich angenehm arbeiten möchte, ist eine andere Frage.

4 GB bleiben offiziell genug – theoretisch zumindest

Microsoft verlangt für Windows 11 weiterhin mindestens:

4 GB RAM

Auf dem Papier hat sich daran auch mit Windows 11 26H2 nichts geändert.

In der Praxis würde ich heute allerdings niemandem freiwillig einen neuen Windows-11-Rechner mit nur 4 GB Arbeitsspeicher empfehlen.

Browser, Office, Messenger und ein paar Hintergrundprogramme reichen inzwischen problemlos aus, um diese Menge ziemlich schnell auszureizen.

Mit 8 GB kann man noch arbeiten.

Mit 16 GB wird es im Alltag deutlich entspannter.

Dass Windows 11 selbst auf einem 16-GB-System nach dem Start nur rund 2,5 GB belegt, ist deshalb umso interessanter.

Weniger vorinstallierte Apps machen eben einen Unterschied

Die Geschichte zeigt auch ganz gut ein grundsätzliches Problem moderner Windows-Installationen.

Es ist nicht unbedingt Windows allein, das viel Arbeitsspeicher benötigt.

Mit der Zeit kommen immer mehr Komponenten hinzu:

Updater, Messenger, Cloud-Dienste, Hintergrundprogramme und Anwendungen, die unbedingt beim Anmelden starten möchten.

Jedes einzelne davon benötigt vielleicht nicht besonders viel.

In Summe kommt aber schnell einiges zusammen.

Wer sein Windows etwas aufräumt und unnötige Autostarts vermeidet, kann deshalb auch ohne irgendwelche fragwürdigen „RAM-Optimizer“ einiges herausholen.

Rufus setzt hier einfach schon während der Installation an.

Rufus 4.15 enthält die neuen Optionen ebenfalls

Wer die Funktion ausprobieren möchte, kann direkt zur aktuellen Rufus-Version 4.15 greifen.

Die Updates von Rufus sind kumulativ, die mit Version 4.14 eingeführten Quality-of-Life-Optionen sind also auch in der neueren Version enthalten.

Damit lässt sich eine Windows-11-Installation von Anfang an etwas schlanker aufsetzen.

Das ist vor allem für Nutzer interessant, die ohnehin gerade neu installieren und bestimmte Microsoft-Komponenten nicht benötigen.

Trotzdem keine Wunder erwarten

Aus dem Test sollte man allerdings nicht ableiten, dass jede Windows-11-26H2-Installation künftig automatisch mit 2,5 GB RAM auskommt.

Der Speicherverbrauch hängt von vielen Faktoren ab:

installierter Software, Treibern, Hardware, Autostarts, Hintergrunddiensten und natürlich davon, was Windows gerade macht.

Auch nach einigen Stunden oder Tagen Nutzung kann sich die Speicherauslastung verändern.

Die 2,5 GB sind deshalb eher ein interessantes Praxisbeispiel als eine neue feste Größe für Windows 11.

Und genau so finde ich die Sache eigentlich auch am spannendsten.

Mein Eindruck

Ich mag solche Tests, weil sie zeigen, dass Windows 11 nicht zwangsläufig immer schwerer und voller werden muss.

Wenn man unnötige Hintergrundprogramme weglässt, kann das System erstaunlich schlank laufen.

Dafür braucht man weder irgendwelche dubiosen Tuning-Programme noch einen „RAM Cleaner“, der am Ende mehr schadet als hilft.

Man muss Windows nur davon abhalten, Dinge zu starten, die man ohnehin nicht braucht.

Rufus macht genau das inzwischen schon bei der Installation ziemlich bequem.

Fazit

Ein Nutzer konnte eine mit Rufus angepasste Windows-11-26H2-Installation mit nur rund 2,5 GB belegtem Arbeitsspeicher betreiben. Zusätzlich standen noch etwa 2,1 GB als Cache zur Verfügung.

Rufus hilft dabei, indem bestimmte Microsoft-Apps und automatische Hintergrundstarts bereits während der Installation reduziert werden können.

Möglicherweise tragen auch Microsofts eigene Speicheroptimierungen in Windows 11 26H2 zu dem Ergebnis bei.

Eine Garantie für exakt 2,5 GB RAM-Auslastung ist das natürlich nicht.

Aber der Test zeigt ziemlich schön:

Windows 11 muss nicht immer fett sein – manchmal muss man ihm nur ein bisschen beim Aufräumen helfen.