Windows 11

Start11 v3: Widgets kehren ins Startmenü zurück – und die Taskleiste bekommt neue Funktionen

KI-Generiertes Foto

Wer mit dem Startmenü und der Taskleiste von Windows 11 nicht wirklich glücklich ist, dürfte Start11 bereits kennen. Das Tool von Stardock gehört seit Jahren zu den beliebtesten Möglichkeiten, die Windows-Oberfläche nach eigenen Vorstellungen anzupassen. Mit Start11 v3 steht jetzt die nächste größere Version als Release Preview bereit. Und die bringt einige interessante Neuerungen mit.

Neben Widgets direkt im Startmenü gibt es eine überarbeitete Taskleiste, neue Möglichkeiten zur Gruppierung von Anwendungen und zusätzliche Optionen zur Personalisierung. Stardock nimmt sich damit gleich mehrere Bereiche vor, in denen Windows 11 bis heute ziemlich eingeschränkt ist.

Widgets ziehen direkt ins Startmenü ein

Eine der auffälligsten Neuerungen von Start11 v3 ist die Integration von Widgets in das Startmenü. Statt Informationen ausschließlich über die separate Widget-Ansicht von Windows abzurufen, lassen sich kleine, interaktive Elemente künftig direkt im Startmenü platzieren.

Zum Start stehen mehr als 20 verschiedene Widgets zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Kalender, Uhren, Notizen und Anzeigen zur Systemüberwachung.

Damit wird das Startmenü ein Stück weit zur persönlichen Informationszentrale. Wer beispielsweise schnell einen Blick auf seine Termine werfen oder die Systemauslastung kontrollieren möchte, muss dafür nicht erst eine zusätzliche Anwendung öffnen.

Ich finde diesen Ansatz durchaus sinnvoll. Microsoft hat das Startmenü von Windows 11 zwar optisch modernisiert, bei den tatsächlichen Anpassungsmöglichkeiten aber einiges liegen lassen. Gerade Widgets könnten hier einen echten Mehrwert bieten, sofern man selbst entscheiden kann, welche Informationen angezeigt werden.

Taskbar Islands sorgen für eine andere Optik

Auch bei der Taskleiste legt Stardock nach. Mit den sogenannten Taskbar Islands erhält sie ein schwebendes, abgerundetes Design, das stärker an ein Dock erinnert.

Dabei bleibt die grundlegende Funktionalität der Windows-Taskleiste erhalten. Nutzer können weiterhin zwischen einer mittigen und einer linksbündigen Anordnung wählen.

Das klingt zunächst nach einer rein optischen Spielerei. Allerdings gehört die Taskleiste zu den Bereichen, die man während der täglichen Arbeit ständig vor Augen hat. Ein wenig mehr Gestaltungsfreiheit schadet hier sicherlich nicht.

Interessanter sind für mich allerdings die funktionalen Verbesserungen, die Stardock ebenfalls integriert hat.

Anwendungen direkt in der Taskleiste gruppieren

Start11 v3 ermöglicht es erstmals, Anwendungen direkt innerhalb der Taskleiste zu Gruppen zusammenzufassen.

Die Bedienung ist relativ einfach: Wer die Alt-Taste gedrückt hält, kann Anwendungen per Drag-and-drop miteinander kombinieren. Dadurch entstehen Gruppen, in denen sich zusammengehörige Programme übersichtlich organisieren lassen.

Besonders praktisch ist die Möglichkeit, solche Gruppen als Workspaces anzuheften. Damit lassen sich mehrere Anwendungen gemeinsam über einen einzigen Klick starten.

Wer regelmäßig mit denselben Programmkombinationen arbeitet, dürfte das schnell zu schätzen wissen. Beispielsweise könnten Browser, E-Mail-Programm und Textverarbeitung zu einem gemeinsamen Arbeitsbereich zusammengefasst werden.

Das ist eine dieser Funktionen, bei denen man sich durchaus fragen darf, warum Windows 11 so etwas nicht längst selbst anbietet.

Neue Schaltfläche für zuletzt geschlossene Programme

Eine weitere Neuerung betrifft den Zugriff auf Anwendungen und zusätzliche Taskleistenfunktionen.

Start11 v3 ergänzt dafür eine eigene Schaltfläche, über die sich unter anderem kürzlich geschlossene Programme erneut öffnen lassen. Auch Elemente, die aufgrund von Platzmangel nicht mehr direkt in der Taskleiste angezeigt werden, sind darüber erreichbar.

Hinzu kommen zusätzliche Werkzeuge zur Organisation der Taskleiste. Dazu gehören beispielsweise optische Trennlinien, mit denen sich einzelne Bereiche übersichtlicher gestalten lassen.

Das sind zwar keine Funktionen, die Windows grundlegend verändern, im Alltag können solche Kleinigkeiten aber durchaus einen Unterschied machen.

Eigene Startmenüs erstellen und mit anderen teilen

Stardock erweitert außerdem die Möglichkeiten zur Personalisierung des Startmenüs.

Mit Start11 v3 können Nutzer ihre individuell gestalteten Startmenü-Seiten direkt aus der Anwendung heraus mit anderen teilen. Gleichzeitig lassen sich die Kreationen der Community entdecken und als Inspiration für die eigene Oberfläche verwenden.

Ergänzend steht eine Galerie mit Tausenden unterschiedlichen Designs für den Startbutton bereit.

Damit richtet sich Start11 nicht nur an Anwender, die das klassische Startmenü vermissen, sondern auch an diejenigen, die ihrem Windows-Desktop eine möglichst individuelle Optik verpassen möchten.

Start11 v3: Verfügbarkeit und Preis

Die Release Preview von Start11 v3 ist seit dem 4. November 2026 verfügbar. Es handelt sich damit noch nicht um die endgültige Veröffentlichung.

Während dieser Vorschauphase bietet Stardock die Software zu einem reduzierten Preis von 8 US-Dollar an. Der reguläre Preis wird mit 10 US-Dollar angegeben.

Alternativ ist Start11 v3 Bestandteil der umfangreicheren Software-Sammlung Object Desktop. Diese umfasst neben Start11 weitere Stardock-Programme wie Fences, Groupy, DeskScapes, SoundPackager und Multiplicity.

Wer die neue Version bereits ausprobieren möchte, sollte berücksichtigen, dass eine Release Preview noch Fehler enthalten kann. Für produktiv genutzte Systeme kann es deshalb sinnvoll sein, zunächst die weitere Entwicklung abzuwarten.

Fazit: Start11 v3 macht Windows 11 ein gutes Stück flexibler

Mit Start11 v3 liefert Stardock mehr als nur zusätzliche Designs für das Startmenü. Gerade die Kombination aus integrierten Widgets, frei gestaltbarer Taskleiste und gruppierbaren Anwendungen könnte die tägliche Arbeit unter Windows 11 angenehmer machen.

Besonders die Workspaces und die neue Gruppierungsfunktion finde ich interessant. Beide Funktionen setzen dort an, wo Microsoft selbst bislang nur begrenzte Möglichkeiten bietet.

Natürlich muss sich erst zeigen, wie zuverlässig die neuen Funktionen im Alltag arbeiten. Auch die Widgets müssen beweisen, dass sie tatsächlich nützlich sind und nicht bloß zusätzlichen Platz beanspruchen.

Trotzdem hinterlässt die neue Version auf dem Papier einen guten Eindruck. Wer mit den Einschränkungen des Windows-11-Startmenüs und der Taskleiste hadert, bekommt mit Start11 v3 jedenfalls einige spannende Alternativen.

Und vielleicht zeigt Stardock Microsoft damit einmal mehr, dass eine moderne Windows-Oberfläche nicht zwangsläufig weniger Anpassungsmöglichkeiten bieten muss.

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