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Windows 11: Nach Notfall-Update KB5129195 melden einzelne Admins UNMOUNTABLE_BOOT_VOLUME

KI-Generiertes Foto

Eigentlich sollte KB5129195 einige der Probleme des September-Patchdays 2026 wieder geradeziehen. Microsoft hatte das außerplanmäßige Update veröffentlicht, nachdem es unter anderem Schwierigkeiten mit Remote Desktop, USB-Audio und Hyper-V gegeben hatte.

Über dieses Notfall-Update hatte ich bereits hier berichtet:

Microsoft veröffentlicht Notfall-Update für Windows: Probleme mit RDP, USB-Audio und Hyper-V werden behoben

Nun gibt es allerdings erste Berichte über ein neues, ziemlich unschönes Fehlerbild: Einige Windows-11-Rechner sollen nach der Installation von KB5129195 nicht mehr starten und mit einem Bluescreen beziehungsweise dem Fehler UNMOUNTABLE_BOOT_VOLUME (0xED) hängen bleiben.

Wichtig vorweg: Bislang sieht das nicht nach einem allgemeinen Problem von KB5129195 aus. Microsoft hat diesen Fehler nach aktuellem Stand auch nicht als bekanntes Problem bestätigt.

Mehrere Rechner nach KB5129195 nicht mehr bootfähig

Ein Administrator berichtet im Administrator.de-Forum von mehreren betroffenen Standorten.

Die Geräte liefen mit Windows 11 Enterprise 25H2 und hatten zuvor bereits das September-Update KB5124008 installiert. Anschließend wurde das Out-of-Band-Update KB5129195 über den vorhandenen Update-Ring verteilt.

Danach meldeten mehrere Standort-Administratoren, dass einzelne Rechner nach Installation und Neustart nicht mehr hochfuhren. Die Fehlermeldung lautete:

UNMOUNTABLE_BOOT_VOLUME
0xED

Betroffen waren dabei offenbar unterschiedliche Systeme von HP und Dell. Eine offensichtliche Gemeinsamkeit bei Hardware oder installierter Software ließ sich zunächst nicht erkennen.

Das Kuriose: KB5129195 sollte eigentlich Probleme beheben

Genau das macht den Fall interessant.

KB5129195 wurde von Microsoft außerplanmäßig veröffentlicht, um Fehler des September-Patchdays zu korrigieren.

Unter anderem ging es um Probleme mit:

  • Remote Desktop Services

  • USB-Audiogeräten

  • Hyper-V-basierten Linux-VMs

Jetzt gibt es ausgerechnet nach diesem Reparatur-Update vereinzelte Berichte über Rechner, die gar nicht mehr starten.

Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass KB5129195 grundsätzlich fehlerhaft ist. Momentan spricht deutlich mehr dafür, dass nur bestimmte Systemkonfigurationen betroffen sein könnten.

Update deinstallieren konnte Rechner teilweise retten

Positiv ist zumindest: Einige der betroffenen Rechner konnten wiederhergestellt werden.

Im geschilderten Fall funktionierten unter anderem zwei Wege:

  • KB5129195 über die Windows-Reparaturoptionen wieder deinstallieren

  • einen vorhandenen Systemwiederherstellungspunkt verwenden

Eine komplette Neuinstallation war also zumindest bei einem Teil der Geräte nicht notwendig.

Das ist auch der Weg, den ich bei einem betroffenen Rechner zunächst versuchen würde, bevor man anfängt, Partitionen zu verändern oder Windows komplett neu aufzusetzen.

Ivanti Neurons scheint nicht die Ursache zu sein

Die Updates wurden in der betroffenen Umgebung über Ivanti Neurons verteilt.

Das war zunächst natürlich ein möglicher gemeinsamer Nenner.

Nach weiteren Tests scheint Ivanti aber eher nicht die Ursache zu sein. Laut dem Administrator liefen rund 3.500 weitere Clients mit derselben Update-Infrastruktur ohne dieses Problem. Auch von anderen Ivanti-Kunden waren offenbar keine entsprechenden Schwierigkeiten bekannt.

Damit wird es schwieriger, den Fehler eindeutig einzugrenzen.

Secure Boot, BitLocker und BIOS als mögliche Ansatzpunkte

In der Diskussion wurden verschiedene Dinge genannt, die man bei betroffenen Geräten überprüfen könnte.

Dazu gehören insbesondere:

  • aktueller BIOS-/UEFI-Stand

  • Secure-Boot-Zertifikate

  • BitLocker-Konfiguration

  • Firmware von SSDs beziehungsweise anderen Laufwerken

  • installierte Hyper-V-Komponenten

Bislang sind das allerdings nur mögliche Ansatzpunkte, keine bestätigten Ursachen.

Ein Teilnehmer brachte beispielsweise Secure Boot, BIOS und BitLocker als mögliche Prüfbereiche ins Spiel.

Könnte Hyper-V eine Rolle spielen?

Auch Hyper-V ist interessant.

KB5129195 enthält schließlich Korrekturen für Probleme mit Hyper-V-basierten Linux-VMs.

Der betroffene Administrator vermutet deshalb, dass vielleicht bestimmte Rechner mit installierten Hyper-V-Komponenten betroffen sein könnten.

Sicher ist das allerdings nicht. In der ursprünglichen Untersuchung ließ sich gerade keine eindeutige gemeinsame Konfiguration finden. Später wurde Hyper-V nur noch als möglicher Ansatzpunkt genannt.

Ich würde daraus derzeit also noch keine allgemeine Hyper-V-Problematik ableiten.

Auch Storage-Firmware könnte interessant sein

Ebenfalls erwähnt wurde ein älterer Reddit-Bericht zu einem ähnlichen Fehlerbild, bei dem bestimmte Laufwerkshersteller beziehungsweise Firmware-Versionen im Verdacht standen.

Das würde zumindest grundsätzlich zu UNMOUNTABLE_BOOT_VOLUME passen, denn dieser Fehler bedeutet, dass Windows beim Start nicht mehr korrekt auf sein Systemvolume zugreifen beziehungsweise es einbinden kann.

Ob genau das hier die Ursache ist, ist allerdings völlig offen.

Was ich vor einem breiten Rollout machen würde

Gerade weil KB5129195 ein außerplanmäßiges Reparatur-Update ist, könnte man versucht sein, es möglichst schnell überall zu verteilen.

Bei größeren Umgebungen würde ich trotzdem erst einige typische Geräteklassen testen.

Besonders im Blick behalten würde ich dabei:

  • unterschiedliche Notebook- und Desktopmodelle

  • BitLocker

  • Secure Boot

  • Hyper-V

  • verschiedene SSD-Hersteller

  • unterschiedliche BIOS- und Firmwarestände

Ein erfolgreicher Test auf einem einzigen Standardgerät sagt bei solchen Fehlern leider nicht besonders viel aus.

Wenn der Rechner bereits mit 0xED hängt

Falls der Fehler unmittelbar nach KB5129195 auftritt, würde ich zunächst über die Windows-Wiederherstellungsumgebung gehen.

Dort kann man unter den erweiterten Optionen versuchen, das zuletzt installierte Qualitätsupdate zu deinstallieren.

Falls ein Wiederherstellungspunkt vorhanden ist, wäre auch die Systemwiederherstellung einen Versuch wert.

Erst danach würde ich mich tiefer mit Bootpartitionen, BCD, Dateisystem oder Storage-Treibern beschäftigen.

Und falls BitLocker aktiv ist: Den Wiederherstellungsschlüssel vorher bereithalten.

Noch kein bestätigter Massenfehler

Das sollte man bei diesem Thema wirklich betonen.

In der Diskussion wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es bislang kein allgemein bekanntes Problem ist. Auch der ursprüngliche Melder berichtet später, dass keine größeren zusätzlichen Fallzahlen mehr hinzugekommen seien.

Das unterscheidet diesen Fall von den bereits offiziell bestätigten Problemen des September-Patchdays.

Aktuell würde ich deshalb von vereinzelten Berichten unter bestimmten Konfigurationen sprechen.

Fazit

Der September-Patchday 2026 bleibt spannend – leider nicht unbedingt im positiven Sinne.

Erst sorgte KB5124008 unter anderem für Probleme mit RDP, USB-Audio und Hyper-V. Microsoft reagierte darauf mit dem außerplanmäßigen KB5129195, über das ich bereits in meinem vorherigen Beitrag geschrieben hatte.

Nun melden einzelne Administratoren nach genau diesem Notfall-Update den Boot-Fehler:

UNMOUNTABLE_BOOT_VOLUME (0xED).

Noch gibt es keinen Hinweis darauf, dass davon eine große Anzahl von Windows-11-Systemen betroffen ist. Trotzdem würde ich KB5129195 in größeren Umgebungen momentan lieber kontrolliert und gestaffelt ausrollen, anstatt es ungeprüft auf sämtliche Geräte zu verteilen.

Sollten weitere Berichte mit einer klaren Gemeinsamkeit auftauchen, dürfte sich hoffentlich auch herausstellen, ob tatsächlich Hyper-V, Secure Boot, BitLocker, Storage-Firmware oder eine ganz andere Komponente dahintersteckt.