WhatsApp räumt auf: Die Einstellungen auf dem iPhone sollen deutlich übersichtlicher werden

WhatsApp ist in den vergangenen Monaten immer voller geworden. Neue Funktionen, neue Menüpunkte, neue Bereiche – und irgendwann landet vieles davon zwangsläufig in den Einstellungen.
Genau dort möchte WhatsApp jetzt offenbar aufräumen.
In einer aktuellen iOS-Testversion arbeitet der Messenger an einer vereinfachten und deutlich aufgeräumteren Einstellungsseite. Die Idee dahinter ist simpel: Häufig genutzte Bereiche sollen direkt sichtbar bleiben, während weniger wichtige Optionen in ein separates Menü wandern.
Und ehrlich gesagt klingt das nach einer dieser Änderungen, die weniger spektakulär aussehen, im Alltag aber tatsächlich sinnvoll sein könnten.
Aus den Einstellungen wird eher eine Profilseite
Der bisherige Einstellungsbereich soll künftig stärker in Richtung „Du“- beziehungsweise Profilseite gehen.
Oben bleiben weiterhin:
- Profilbild
- Name
- Telefonnummer
- Möglichkeiten zum Bearbeiten und Teilen des Profils
Darunter sollen nur noch die Punkte auftauchen, die WhatsApp als besonders wichtig beziehungsweise häufig genutzt einstuft.
Dazu gehören unter anderem:
- Abonnements
- Listen
- Broadcast-Nachrichten
- Events
- Mit Stern markierte Nachrichten
- Verknüpfte Geräte
Damit wirkt die Seite deutlich weniger wie ein klassisches Einstellungsmenü und mehr wie eine zentrale persönliche Übersicht.
Die restlichen Einstellungen wandern hinter ein Zahnrad
Alles, was nicht ständig gebraucht wird, verschwindet aber natürlich nicht.
WhatsApp möchte diese Punkte in ein separates Einstellungsmenü verschieben, das über ein Zahnrad-Symbol oben in der Navigation erreichbar sein soll.
Dort landen dann die umfangreicheren Bereiche wie:
- Account
- Datenschutz
- Chats
- Erscheinungsbild
- Benachrichtigungen
- Agents
- Speicher und Daten
- Kindersicherung
Außerdem sollen dort weiterhin Hilfe, Feedback und die Einladung von Freunden zu finden sein.
Ganz unten bleibt auch das Accounts Center von Meta erhalten, über das sich WhatsApp mit anderen Meta-Konten verbinden lässt.
Eine Suche soll langes Scrollen ersparen
Praktisch finde ich vor allem, dass das neue Einstellungsmenü zusätzlich eine Suchleiste bekommen soll.
Gerade bei WhatsApp ist die Zahl der Optionen inzwischen so groß, dass man manchmal genau weiß, was man ändern möchte – aber nicht mehr weiß, unter welchem Untermenü die Funktion gerade versteckt wurde.
Mit einer Suche dürfte sich das deutlich angenehmer lösen lassen.
Statt:
Datenschutz → Chats → vielleicht doch Account → wieder zurück
einfach Begriff eingeben und fertig.
So sollte ein Einstellungsmenü meiner Meinung nach heutzutage ohnehin funktionieren.
Warum WhatsApp überhaupt umbaut
Der Grund für die Änderung ist ziemlich nachvollziehbar.
WhatsApp hat die Einstellungen zuletzt um zahlreiche Funktionen erweitert. Dazu gehören beispielsweise neue Bereiche für Events, Drittanbieter-Agenten oder Kindersicherung.
Dadurch wird die bisherige Seite immer länger und unübersichtlicher.
Wer beispielsweise nur schnell nach seinen verknüpften Geräten oder den mit Stern markierten Nachrichten schauen möchte, muss sich durch immer mehr Optionen bewegen.
WhatsApp versucht deshalb künftig stärker zwischen zwei Dingen zu unterscheiden:
Was brauche ich häufig?
und
Was stelle ich vielleicht einmal alle paar Monate ein?
Die häufig genutzten Funktionen bleiben direkt sichtbar, der Rest wandert eine Ebene tiefer.
Zweites WhatsApp-Konto bleibt leicht erreichbar
Auch die Multi-Account-Funktion soll durch die neue Oberfläche nicht versteckt werden.
Ein weiteres Konto lässt sich weiterhin über den Namen im oberen Bereich hinzufügen.
Der Wechsel zwischen mehreren WhatsApp-Konten bleibt ebenfalls über den „Du“-Tab erreichbar.
Das ist meiner Meinung nach auch sinnvoll. Gerade solche grundlegenden Funktionen sollten nicht irgendwo tief im Einstellungsmenü verschwinden.
WhatsApp räumt generell seine Oberfläche um
Die neue Einstellungsseite passt zu weiteren Änderungen, an denen WhatsApp aktuell auf iOS arbeitet.
Zuletzt wurde beispielsweise bereits die Gruppeninfo überarbeitet. Inhalte, für die man früher länger durch eine Seite scrollen musste, werden dort künftig stärker auf mehrere Bereiche beziehungsweise Tabs verteilt.
Man erkennt also ein recht klares Muster:
WhatsApp versucht, die Oberfläche wieder etwas übersichtlicher zu machen, nachdem in den vergangenen Jahren immer mehr Funktionen hinzugekommen sind.
Das ist vermutlich auch notwendig.
Denn irgendwann kommt selbst die beste App an den Punkt, an dem „noch einen Menüpunkt hinzufügen“ keine besonders gute Lösung mehr ist.
Noch nicht für Tester verfügbar
Wichtig ist allerdings:
Die neue Einstellungsseite befindet sich derzeit noch in Entwicklung.
Sie wurde zwar im Zusammenhang mit der WhatsApp Beta für iOS 26.40.10.21 entdeckt, steht aktuell aber noch nicht für Beta-Tester zur Verfügung.
WhatsApp arbeitet also intern daran, hat die Oberfläche aber noch nicht freigeschaltet.
Wann die neue Struktur öffentlich verteilt wird, ist derzeit nicht bekannt.
Mein Eindruck
Ich finde die Richtung sinnvoll.
WhatsApp ist längst nicht mehr nur ein Messenger für einfache Chats. Communities, Kanäle, Events, verknüpfte Geräte, Datenschutzfunktionen, Multi-Account-Unterstützung und weitere Extras haben die App über die Jahre deutlich komplexer gemacht.
Irgendwann muss man deshalb nicht mehr nur neue Funktionen bauen, sondern auch darüber nachdenken, wie Nutzer sie überhaupt noch finden sollen.
Die Trennung zwischen einer übersichtlichen persönlichen Startseite und einem ausführlicheren Einstellungsmenü dürfte dabei helfen.
Vor allem die Suchfunktion gefällt mir.
Denn ein gutes Einstellungsmenü sollte eigentlich genau das tun:
Die wichtigen Dinge sofort zeigen – und den Rest schnell auffindbar machen.
Fazit
WhatsApp arbeitet auf dem iPhone an einer neuen Struktur für seine Einstellungen.
Die bisherige Seite soll vereinfacht werden und künftig vor allem häufig genutzte Funktionen direkt anzeigen.
Weitere Optionen wie Datenschutz, Chats, Benachrichtigungen, Speicher oder Kindersicherung wandern in ein separates Menü hinter einem Zahnrad-Symbol.
Zusätzlich ist eine Suche vorgesehen, mit der sich einzelne Einstellungen schneller finden lassen.
Die Änderung befindet sich aktuell noch in Entwicklung und ist selbst für Beta-Tester noch nicht verfügbar.
Wenn WhatsApp das so umsetzt, könnte ausgerechnet eine recht unspektakuläre Änderung am Ende zu den angenehmsten Neuerungen gehören.
Denn manchmal braucht eine App eben nicht noch mehr Funktionen.
Manchmal muss sie einfach nur wieder etwas aufräumen.