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WhatsApp Organizations: Neue Verwaltung für große Communities

KI-Generiertes Foto

WhatsApp arbeitet an einer neuen Funktion, die vor allem Administratoren größerer Communities interessieren dürfte.

Unter dem Namen Organizations testet WhatsApp eine zusätzliche Verwaltungsebene, mit der sich Mitglieder und Untergruppen einer Community zentraler organisieren lassen sollen.

Die Idee dahinter ist ziemlich nachvollziehbar:

Eine kleine Community mit ein paar Gruppen lässt sich noch relativ einfach überblicken. Sobald aber hunderte Mitglieder und zahlreiche Untergruppen zusammenkommen, wird die Verwaltung schnell unübersichtlich.

Genau dort sollen Organizations ansetzen.

Communities gibt es seit 2022

WhatsApp führte Communities bereits 2022 ein.

Damit lassen sich mehrere thematisch zusammengehörende Gruppen unter einem gemeinsamen Dach organisieren.

Das kann beispielsweise sinnvoll sein für:

  • Schulen

  • Vereine

  • Unternehmen

  • größere Projekte

  • Nachbarschaften

  • Interessengruppen

Administratoren können mehrere Gruppen zusammenfassen und über eine zentrale Ankündigungsgruppe Informationen an die Mitglieder verteilen.

Das funktioniert grundsätzlich gut.

Mit wachsender Größe entsteht allerdings ein neues Problem:

Wer ist eigentlich wo Mitglied?

Große Communities werden schnell unübersichtlich

Bei kleinen Communities ist das noch kein großes Thema.

Bei vielen Untergruppen und mehreren hundert Mitgliedern sieht die Sache anders aus.

Administratoren müssen momentan teilweise einzelne Gruppen öffnen, um herauszufinden, welche Personen dort Mitglied sind.

Je größer die Struktur wird, desto schwieriger wird es, den Überblick zu behalten.

WhatsApp arbeitet deshalb an einer zusätzlichen Verwaltungsoberfläche.

Die neue Funktion wurde in Zusammenhang mit der WhatsApp Beta für Android 2.26.43.1 entdeckt.

Was ist eine WhatsApp Organization?

Eine Organization soll eine zentrale Verwaltungsansicht für eine bestehende Community werden.

Dort können Administratoren nach bisherigem Stand unter anderem sehen:

  • den Namen der Organisation

  • eine Beschreibung

  • die gesamte Mitgliederzahl

  • eine vollständige Mitgliederliste

  • die Zuordnung der Mitglieder zu Untergruppen

Gerade die letzten beiden Punkte sind interessant.

Statt jede einzelne Gruppe kontrollieren zu müssen, könnten Administratoren künftig eine zentrale Mitgliederübersicht verwenden.

Alle Mitglieder an einem Ort

Die neue Oberfläche soll anzeigen, wie viele Personen insgesamt zur Organisation gehören.

Über eine Funktion wie „View all“ lässt sich anschließend die komplette Mitgliederliste öffnen.

Dort soll auch sichtbar werden, welchen Untergruppen eine Person angehört.

Das klingt zunächst nach einer kleinen Änderung.

Bei einer großen Community kann genau das aber ziemlich viel Verwaltungsarbeit sparen.

Statt fünf oder zehn Gruppen einzeln zu durchsuchen, gibt es eine gemeinsame Übersicht.

Organizations ersetzen Communities nicht

Wichtig ist die Abgrenzung:

Organizations und Communities sind nicht dasselbe.

Eine Community ist weiterhin der eigentliche Bereich, in dem Gruppen zusammengefasst werden und Mitglieder miteinander kommunizieren.

Eine Organization sitzt dagegen eine Ebene darüber.

Man könnte es vereinfacht so beschreiben:

Community = Kommunikation

Organization = Verwaltung

Die Organization ist also eher ein Werkzeug für Administratoren.

Normale Mitglieder sollen davon wenig merken

Nach dem derzeitigen Entwicklungsstand sollen normale Community-Mitglieder mit Organizations kaum direkt in Berührung kommen.

Die Funktion ist für Administratoren gedacht.

Mitglieder sollen dadurch nicht plötzlich eine komplett neue WhatsApp-Oberfläche bekommen oder ihre Gruppen anders verwenden müssen.

Für sie bleibt eine Community weiterhin eine Sammlung zusammengehörender Gruppen.

Die zusätzliche Organization-Verwaltung läuft im Hintergrund beziehungsweise auf der Admin-Seite.

Das finde ich grundsätzlich sinnvoll.

Nicht jede neue Verwaltungsfunktion muss gleich allen Nutzern eine zusätzliche Schaltfläche präsentieren.

Besonders für Schulen und Vereine interessant

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Funktion gerade in größeren organisatorischen Strukturen nützlich wäre.

Nehmen wir beispielsweise eine Schule.

Eine Community könnte enthalten:

  • Klassen

  • Elternvertretungen

  • Lehrergruppen

  • Projektgruppen

  • AGs

  • allgemeine Ankündigungen

Mit mehreren hundert Mitgliedern verliert man irgendwann schnell den Überblick.

Eine zentrale Ansicht, die zeigt, wer in welchen Gruppen steckt, wäre dort deutlich praktischer als eine Reihe einzeln gepflegter Listen.

Das Gleiche gilt für größere Vereine oder Unternehmen.

WhatsApp bewegt sich damit Richtung Verwaltungsplattform

WhatsApp war ursprünglich vor allem ein einfacher Messenger.

Eine Telefonnummer, ein Chat und fertig.

Davon ist die App inzwischen ziemlich weit entfernt.

Heute gibt es:

  • Gruppen

  • Communities

  • Kanäle

  • Ankündigungen

  • geplante Nachrichten

  • verschiedene Verwaltungsfunktionen

Organizations wäre ein weiterer Schritt in Richtung größerer organisatorischer Strukturen.

Das ist durchaus interessant.

WhatsApp versucht offenbar, auch Szenarien abzudecken, für die früher eher spezielle Community- oder Kollaborationsplattformen verwendet wurden.

Trotzdem bleibt WhatsApp ein Messenger

Ich würde daraus allerdings noch keine Konkurrenz zu vollständigen Organisationsplattformen machen.

Dafür wissen wir über Organizations bisher viel zu wenig.

Die Funktion befindet sich in einer sehr frühen Entwicklungsphase.

Aktuell ist lediglich erkennbar, dass WhatsApp die Verwaltung größerer Communities verbessern möchte.

Wie umfangreich die späteren Möglichkeiten tatsächlich werden, ist noch völlig offen.

Noch keine Testversion verfügbar

Ganz wichtig:

Organizations ist momentan nicht für Beta-Tester verfügbar.

Die Funktion wurde zwar in einer aktuellen Android-Beta entdeckt, befindet sich aber noch intern in Entwicklung.

Das bedeutet:

Selbst wenn man WhatsApp Beta 2.26.43.1 installiert, erscheint die Funktion nicht automatisch.

WhatsApp experimentiert derzeit lediglich mit dem Konzept.

Das Design kann sich noch deutlich verändern

Weil die Entwicklung so früh ist, sollte man auch die derzeit sichtbare Oberfläche nicht als endgültiges Design betrachten.

Bis zu einer möglichen Veröffentlichung können sich unter anderem ändern:

  • Bezeichnung

  • Aufbau

  • Funktionen

  • Mitgliederansicht

  • Rechteverwaltung

  • Integration in Communities

Es ist sogar möglich, dass WhatsApp das Projekt wieder verwirft.

Auch darauf weist die Quelle ausdrücklich hin.

Noch kein Veröffentlichungstermin

Einen Zeitplan gibt es entsprechend ebenfalls nicht.

WhatsApp hat weder angekündigt, wann Organizations in die Beta gelangen könnte, noch wann eine Veröffentlichung für alle Nutzer geplant wäre.

Momentan lautet der Status schlicht:

in Entwicklung

Mehr sollte man daraus derzeit auch nicht machen.

Warum ich die Idee sinnvoll finde

Grundsätzlich halte ich die Funktion für eine logische Weiterentwicklung der Communities.

WhatsApp hat mit Communities eine Struktur geschaffen, in der viele einzelne Gruppen zusammengefasst werden können.

Damit entsteht automatisch irgendwann das Problem der Verwaltung.

Je größer eine Community wird, desto wichtiger werden:

  • Übersichten

  • Mitgliederverwaltung

  • klare Gruppenzuordnung

  • zentrale Administration

Eine zusätzliche Admin-Oberfläche ist deshalb konsequent.

Hoffentlich bleibt die Oberfläche übersichtlich

Der spannende Punkt wird aus meiner Sicht sein, wie WhatsApp das Ganze umsetzt.

Die App bekommt seit Jahren immer mehr Funktionen.

Das ist einerseits praktisch.

Andererseits besteht irgendwann die Gefahr, dass aus einem einfachen Messenger ein Menü-Labyrinth wird.

Organizations sollte deshalb wirklich dort bleiben, wo es gebraucht wird:

bei den Community-Administratoren.

Wenn normale Nutzer davon möglichst wenig sehen, wäre das aus meiner Sicht die richtige Lösung.

Mein Eindruck

Ich sehe Organizations weniger als komplett neue WhatsApp-Funktion und eher als fehlendes Verwaltungswerkzeug für Communities.

Die eigentliche Community bleibt bestehen.

WhatsApp baut nur eine zusätzliche Ebene darüber, damit Administratoren nicht mehr jede Gruppe einzeln durchsuchen müssen.

Das klingt nicht besonders spektakulär.

Aber gerade solche Funktionen sind häufig die, die bei großen Strukturen am Ende am meisten Zeit sparen.

Für eine kleine Familiengruppe braucht niemand Organizations.

Bei einer Community mit 500 Mitgliedern und 20 Untergruppen sieht das vermutlich ganz anders aus.

Fazit

WhatsApp arbeitet unter dem Namen Organizations an einer neuen Verwaltungsfunktion für große Communities.

Administratoren sollen damit künftig eine zentrale Übersicht erhalten, in der unter anderem:

  • die gesamte Mitgliederzahl

  • alle Mitglieder

  • die jeweiligen Untergruppen

angezeigt werden.

Organizations ersetzen Communities nicht.

Die Funktion soll vielmehr eine zusätzliche Verwaltungsebene darstellen, die hauptsächlich für Administratoren sichtbar ist.

Noch befindet sich das Ganze allerdings in einer sehr frühen Entwicklungsphase.

Die Funktion kann derzeit nicht getestet werden, einen Veröffentlichungstermin gibt es nicht und WhatsApp könnte das Konzept bis zum Release noch deutlich verändern oder sogar vollständig verwerfen.

Die Grundidee gefällt mir trotzdem.

Je größer eine WhatsApp-Community wird, desto wichtiger wird schließlich nicht noch eine weitere Chatfunktion – sondern einfach ein bisschen mehr Ordnung.

Quelle

WABetaInfo – WhatsApp is testing Organizations to manage large communities
https://wabetainfo.com/whatsapp-is-testing-organizations-to-manage-large-communities/