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Hotel-Gäste-WLAN: Netzwerkscan zeigt Kameras und Gebäudetechnik

KI-Generiertes Foto

Ein Hotel bietet kostenloses WLAN an, man verbindet sein Smartphone oder Notebook und kann anschließend ganz normal im Internet surfen. Eigentlich nichts Besonderes.

Doch wie gut sind solche Gästenetzwerke tatsächlich von der internen Hoteltechnik getrennt?

Bei der Untersuchung eines Hotel-Gäste-WLANs bin ich auf einige interessante Ergebnisse gestoßen. Ein einfacher Netzwerkscan zeigte insgesamt 60 IP-Adressen. Darunter befanden sich Geräte von Herstellern wie Ubiquiti, Hikvision, Loxone und MikroTik.

Das ist deshalb bemerkenswert, weil diese Hersteller unter anderem Netzwerkhardware, Überwachungskameras und Gebäudeautomationssysteme anbieten.

Besonders auffällig: Mein Gerät befand sich ausdrücklich im Gäste-WLAN, während zahlreiche Geräte der mutmaßlichen Hotelinfrastruktur im selben IP-Adressbereich auftauchten.

Ist das bereits eine Sicherheitslücke? Nicht unbedingt. Aber es gibt durchaus Gründe, genauer hinzuschauen.

Ein einfacher Netzwerkscan mit überraschendem Ergebnis

Ausgangspunkt war eine Untersuchung des lokalen Netzwerks mit einem IP-Scanner.

Solche Programme können Geräte innerhalb eines angegebenen Adressbereichs erkennen und zeigen beispielsweise IP-Adressen, MAC-Adressen und bekannte Herstellerkennungen an.

Der Scan lieferte insgesamt 60 Einträge.

Darunter befanden sich neben gewöhnlichen Endgeräten auch zahlreiche Geräte, die vermutlich zur technischen Infrastruktur des Hotels gehören.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

HerstellerErkannte Einträge
Ubiquiti Networks14
Hikvision9
Loxone2
MikroTik / RouterBoard1
Dell4
Epson und Xerox4
Weitere Hersteller und unbekannte Geräte26
Gesamt60

Die Hersteller wurden anhand ihrer Netzwerkkennungen identifiziert.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jedes Gerät eindeutig bestimmt werden konnte. Eine Herstellerkennung verrät normalerweise nicht, welches konkrete Modell dahintersteckt oder welche Funktion das Gerät tatsächlich erfüllt.

Trotzdem ist die Zusammenstellung interessant.

Gäste und Hoteltechnik im gleichen IP-Adressbereich

Besonders auffällig war die Netzwerkkonfiguration.

Das Gäste-WLAN verwendete den IPv4-Adressbereich:

192.168.0.0/23

Hinter dieser Schreibweise steckt eine Subnetzmaske von 255.255.254.0.

Dadurch gehören die Adressen von 192.168.0.0 bis 192.168.1.255 zu einem gemeinsamen logischen IPv4-Subnetz.

Insgesamt umfasst dieser Bereich 512 Adressen, von denen in der üblichen IPv4-Subnetzaufteilung 510 für Geräte verwendet werden können.

Die erkannten Geräte verteilten sich auf beide Adressbereiche.

Besonders interessant war dabei, dass viele mutmaßliche Infrastrukturkomponenten im Bereich 192.168.1.x auftauchten.

Auch das Standardgateway befand sich dort.

Bei einem Hotel-Gäste-WLAN ist diese Konstellation zumindest erklärungsbedürftig.

Normalerweise möchte man verhindern, dass Gäste direkt mit internen Verwaltungsgeräten, Überwachungstechnik oder der Gebäudeautomation kommunizieren können.

Dabei ist allerdings eine wichtige technische Einschränkung zu beachten.

Ein gemeinsamer IP-Adressbereich bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche Geräte ungeschützt miteinander kommunizieren können.

Moderne Netzwerke können beispielsweise durch Client-Isolation, Firewall-Regeln und spezielle Filtermechanismen zusätzlich abgesichert sein.

Ob solche Schutzmaßnahmen hier aktiv waren, ließ sich anhand des Scans allein nicht feststellen.

14 Ubiquiti-Geräte im Netzwerk

Eine der größten erkannten Gerätegruppen stammte von Ubiquiti Networks.

Insgesamt wurden 14 IP-Adressen diesem Hersteller zugeordnet.

Besonders auffällig war ihre Anordnung: Die Adressen lagen unmittelbar hintereinander.

Das spricht dafür, dass die Geräte möglicherweise gezielt und nach einem festen Schema konfiguriert wurden.

Ubiquiti ist unter anderem für seine UniFi-Netzwerktechnik bekannt.

Dazu gehören WLAN-Access-Points, Switches, Router und weitere Komponenten zur Verwaltung größerer Netzwerke.

Gerade in Hotels sind solche Lösungen weit verbreitet, weil sich damit viele Räume und Gebäudebereiche mit WLAN versorgen lassen.

Aus dem Scan geht allerdings nicht hervor, ob es sich tatsächlich um 14 Access Points handelt.

Ebenso könnten Switches oder andere Netzwerkkomponenten darunter sein.

Problematisch wäre vor allem, wenn Gäste ohne Einschränkungen auf die Verwaltungsoberflächen solcher Geräte zugreifen könnten.

Dafür lieferte die Untersuchung allerdings keinen Nachweis.

Neun Hikvision-Geräte: Sind das Überwachungskameras?

Die nächste interessante Gruppe bestand aus neun Geräten mit einer Herstellerkennung von Hikvision.

Auch diese IP-Adressen lagen unmittelbar hintereinander.

Hikvision ist vor allem für seine Videoüberwachungstechnik bekannt.

Dazu gehören IP-Kameras, Netzwerkvideorekorder und verschiedene Systeme zur zentralen Verwaltung von Videoaufnahmen.

Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei den erkannten Geräten um Bestandteile der Hotelüberwachung handeln könnte.

Allerdings ist auch hier Vorsicht angebracht.

Neun Hikvision-Geräte bedeuten nicht automatisch neun Überwachungskameras.

Darunter könnten ebenso Netzwerkrekorder oder andere Komponenten sein.

Noch wichtiger ist, dass die bloße Erkennung einer IP-Adresse keinerlei Aussage darüber erlaubt, ob Kamerabilder angesehen oder Einstellungen verändert werden können.

Der Scan enthielt keine Informationen über offene Dienste, Anmeldemöglichkeiten oder mögliche Sicherheitslücken.

Trotzdem würde ich als Hotelbetreiber genau diesen Bereich überprüfen.

Videoüberwachung gehört zu den Systemen, bei denen eine saubere Trennung vom öffentlichen Gäste-WLAN besonders wichtig ist.

Schließlich geht es hier möglicherweise um sensible Bilddaten von Mitarbeitern, Gästen und öffentlich zugänglichen Hotelbereichen.

Auch Loxone-Gebäudetechnik wurde erkannt

Neben den möglichen Überwachungssystemen tauchten zwei Geräte mit einer Herstellerkennung von Loxone auf.

Loxone bietet Lösungen für die Gebäudeautomation an.

Damit lassen sich beispielsweise Beleuchtung, Heizung, Beschattung, Klimatisierung und andere technische Einrichtungen steuern.

Ob die beiden erkannten Geräte tatsächlich solche Funktionen im Hotel übernehmen, lässt sich nicht sagen.

Dafür fehlen Angaben zu den konkreten Modellen.

Trotzdem ist die mögliche Präsenz von Gebäudeautomation im Adressbereich des Gäste-WLANs bemerkenswert.

Solche Systeme sollten grundsätzlich so abgesichert sein, dass unberechtigte Personen weder Steuerbefehle ausführen noch sicherheitsrelevante Einstellungen verändern können.

Dabei reicht eine einfache Passwortabfrage allein nicht unbedingt aus.

Entscheidend ist, dass entsprechende Verwaltungsdienste möglichst gar nicht erst aus einem öffentlichen Gästenetz erreichbar sind.

Das Standardgateway stammt offenbar von MikroTik

Ein weiterer interessanter Eintrag betraf die Adresse 192.168.1.254.

Diese wurde in der Netzwerkkonfiguration als Standardgateway angegeben.

Im Netzwerkscan war derselben Adresse eine Herstellerkennung von RouterBoard zugeordnet.

Das spricht dafür, dass ein MikroTik-Gerät als Router beziehungsweise Gateway verwendet wird.

MikroTik bietet leistungsfähige Netzwerkhardware an, die häufig in kleineren und mittelgroßen Unternehmensnetzwerken zum Einsatz kommt.

Solche Geräte können unter anderem Routing, Firewall-Regeln, VLANs und verschiedene Zugriffsbeschränkungen übernehmen.

Ob das Gerät im konkreten Fall all diese Aufgaben erfüllt, ist allerdings nicht bekannt.

Für die Sicherheit des Hotelnetzwerks könnte es dennoch eine zentrale Rolle spielen.

Schließlich entscheidet die Netzwerkkonfiguration maßgeblich darüber, welche Geräte miteinander kommunizieren dürfen.

Weitere Geräte: Drucker, Computer und unbekannte Teilnehmer

Neben den auffälligen Infrastrukturgruppen wurden auch verschiedene Geräte anderer Hersteller erkannt.

Darunter befanden sich beispielsweise Dell-, Epson- und Xerox-Geräte.

Bei Epson und Xerox liegt die Vermutung nahe, dass es sich um Drucker oder Multifunktionsgeräte handeln könnte.

Dell-Geräte könnten dagegen Computer, Server oder andere Unternehmenshardware sein.

Hinzu kamen verschiedene Geräte ohne eindeutige Herstellerzuordnung.

Besonders interessant war, dass 15 der 60 MAC-Adressen lokal verwaltet waren.

Solche Adressen werden unter anderem von Smartphones und Notebooks verwendet, die ihre WLAN-MAC-Adresse aus Datenschutzgründen zufällig erzeugen.

Das ist inzwischen bei vielen Geräten üblich.

Allerdings können auch virtuelle Maschinen oder andere Netzwerkkomponenten lokal verwaltete MAC-Adressen verwenden.

Man kann daraus also nicht zuverlässig ableiten, wie viele Hotelgäste sich gerade im WLAN befanden.

Die Verteilung deutete lediglich darauf hin, dass im Netzwerk unterschiedliche Gerätetypen zusammenkamen.

Ist das Hotel-Gäste-WLAN jetzt unsicher?

Das ist die entscheidende Frage.

Und die Antwort lautet: Der Scan zeigt eine auffällige Netzwerkkonfiguration, aber keine nachgewiesene Sicherheitslücke.

Die vorhandenen Informationen erlauben einige interessante Rückschlüsse.

Es wurden zahlreiche Geräte erkannt, die aufgrund ihrer Herstellerkennungen möglicherweise zur Netzwerk-, Überwachungs- oder Gebäudeinfrastruktur gehören.

Außerdem befanden sich diese Geräte im selben logischen IPv4-Adressbereich wie das Gäste-WLAN.

Das ist ein konkreter Anlass, die Netzwerksegmentierung zu überprüfen.

Was der Scan dagegen nicht zeigt, ist mindestens genauso wichtig.

Es wurde nicht nachgewiesen, dass Gäste auf Kamerabilder zugreifen, Gebäudefunktionen steuern oder Netzwerkgeräte administrieren können.

Auch offene Ports, unsichere Passwörter oder veraltete Firmware-Versionen wurden nicht untersucht.

Deshalb wäre es falsch, den Vorfall bereits als kritische Sicherheitslücke zu bezeichnen.

Die Untersuchung liefert Hinweise auf einen möglichen Konfigurationsfehler, aber keinen Beweis für einen unberechtigten Zugriff.

Warum eine gute Netzwerksegmentierung wichtig ist

In Hotels gibt es normalerweise verschiedene Gruppen von Netzwerkgeräten.

Dazu gehören die Geräte der Gäste, die Computer der Rezeption, die interne Verwaltung, mögliche Überwachungskameras sowie technische Systeme des Gebäudes.

Diese Bereiche haben unterschiedliche Sicherheitsanforderungen.

Ein Gast benötigt normalerweise nur Internetzugang.

Er muss dagegen nicht mit Verwaltungscomputern oder technischen Steuerungen des Hotels kommunizieren können.

Deshalb werden solche Netzwerke häufig voneinander getrennt.

Dafür kommen beispielsweise VLANs und Firewall-Regeln zum Einsatz.

Zusätzlich kann eine sogenannte Client-Isolation verhindern, dass sich fremde Gäste im selben WLAN direkt gegenseitig erreichen.

Das reduziert die Möglichkeiten für unerwünschte Zugriffe.

Allerdings ist die reine Verwendung verschiedener VLANs noch keine Garantie für Sicherheit.

Entscheidend sind die tatsächlich konfigurierten Zugriffsregeln.

Umgekehrt kann auch ein Netz mit gemeinsamem IP-Adressbereich zusätzliche Schutzmechanismen verwenden.

Ein Netzwerkscan allein reicht deshalb nicht aus, um die Qualität der gesamten Sicherheitsarchitektur abschließend zu beurteilen.

Können andere Hotelgäste meinen Datenverkehr mitlesen?

Auch diese Frage lässt sich aus den Ergebnissen nicht beantworten.

Ein gemeinsames IP-Subnetz bedeutet nicht automatisch, dass jeder Teilnehmer den gesamten Datenverkehr anderer Geräte mitlesen kann.

Dabei spielen unter anderem die WLAN-Verschlüsselung, die Einstellungen der Access Points und die verwendeten Netzwerkprotokolle eine Rolle.

Zusätzlich schützen verschlüsselte Verbindungen über HTTPS viele Datenübertragungen unabhängig vom verwendeten WLAN.

Trotzdem würde ich ein Hotel-Gäste-WLAN grundsätzlich als nicht vertrauenswürdiges Netzwerk behandeln.

Das bedeutet nicht, dass jedes öffentliche WLAN gefährlich ist.

Es heißt lediglich, dass man keinen Einfluss darauf hat, wie die technische Infrastruktur eingerichtet und abgesichert wurde.

Entsprechend sinnvoll sind einige grundlegende Vorsichtsmaßnahmen.

So schützt man sich in einem Hotel-WLAN

Wer ein öffentliches oder halböffentliches WLAN nutzt, sollte ein paar einfache Dinge beachten.

Ich würde vor allem auf folgende Punkte achten:

  • Öffentliches Netzwerkprofil verwenden: Dadurch werden unter anderem bestimmte lokale Netzwerkfreigaben stärker eingeschränkt.

  • Firewall aktiv lassen: Eingehende Verbindungen von unbekannten Geräten sollten nicht unnötig erlaubt werden.

  • Dateifreigaben deaktivieren: Wer im Hotel keine Dateien mit anderen Geräten austauschen möchte, benötigt normalerweise auch keine entsprechenden Freigaben.

  • Auf HTTPS achten: Warnungen über ungültige Sicherheitszertifikate sollten nicht ignoriert werden.

  • Automatische Verbindungen prüfen: Das Gerät sollte sich nicht unbemerkt mit beliebigen ähnlich benannten WLAN-Netzen verbinden.

  • Bei Bedarf ein vertrauenswürdiges VPN nutzen: Das kann den Datenverkehr zusätzlich schützen, ersetzt aber keine lokale Firewall.

Damit lassen sich viele typische Risiken bei der Nutzung fremder Netzwerke reduzieren.

Eine vollständige Garantie gegen sämtliche Angriffe gibt es dadurch natürlich nicht.

Sollte man die Hotel-IT informieren?

Ich würde die Auffälligkeit tatsächlich an die zuständige IT-Abteilung des Hotels weitergeben.

Allerdings nicht mit der Behauptung, das Netzwerk sei gehackt oder sämtliche Kameras seien frei zugänglich.

Dafür fehlen die notwendigen Belege.

Sinnvoller wäre ein sachlicher Hinweis darauf, dass im Gäste-WLAN zahlreiche IP-Adressen erkannt wurden, die vermutlich zur internen Infrastruktur gehören.

Die Hotel-IT könnte anschließend überprüfen, ob eine ausreichende Trennung zwischen Gästezugang und Verwaltungsnetzen besteht.

Besonders relevant wären dabei die Zugriffsregeln für Überwachungstechnik, Gebäudeautomation und Netzwerkverwaltung.

Auf eigene Faust würde ich keine weiteren Tests an fremden Geräten durchführen.

Schließlich ist ein Netzwerkscan keine Erlaubnis, Administrationsoberflächen aufzurufen oder technische Systeme auf Sicherheitslücken zu untersuchen.

Eine solche Prüfung gehört in die Hände der Verantwortlichen.

Was mich an dem Ergebnis besonders überrascht hat

Ich finde weniger die Anzahl der gefundenen Geräte bemerkenswert.

In einem größeren Hotel sind 60 Netzwerkteilnehmer schließlich nichts Ungewöhnliches.

Auch 14 Geräte von Ubiquiti oder mehrere Komponenten aus dem Bereich der Videoüberwachung müssen nicht auf eine schlechte Netzwerkkonfiguration hindeuten.

Interessant wird es erst durch die Kombination der Ergebnisse.

Ein gewöhnlicher Gast befindet sich im Hotel-WLAN und bekommt bei einer Netzwerkbestandsaufnahme zahlreiche Geräte angezeigt, die möglicherweise zur internen Infrastruktur gehören.

Das sollte zumindest die Frage aufwerfen, ob die unterschiedlichen Netzbereiche tatsächlich sauber voneinander getrennt sind.

Vielleicht ist die Infrastruktur korrekt abgesichert und der Scan zeigt lediglich Informationen, die trotz entsprechender Schutzmaßnahmen sichtbar bleiben.

Vielleicht gibt es aber auch Konfigurationsfehler, die bisher niemand bemerkt hat.

Genau deshalb wäre eine fachliche Überprüfung sinnvoll.

Fazit: Auffälliges Hotel-WLAN, aber keine bestätigte Sicherheitslücke

Die Untersuchung des Hotel-Gäste-WLANs brachte einige interessante Erkenntnisse.

Insgesamt wurden 60 IP-Adressen erkannt, darunter 14 Geräte mit Ubiquiti-Kennungen, neun Hikvision-Geräte, zwei Loxone-Komponenten und ein vermutlich als Gateway eingesetztes MikroTik-Gerät.

Besonders auffällig ist, dass diese Geräte im selben logischen IPv4-Adressbereich wie das Gäste-WLAN auftauchten.

Das ist sicherheitstechnisch erklärungsbedürftig.

Allerdings bedeutet es nicht automatisch, dass Gäste tatsächlich auf diese Geräte zugreifen oder sie manipulieren können.

Dafür fehlen entscheidende Informationen über die vorhandene Netzwerksegmentierung, Firewall-Regeln und Zugriffsbeschränkungen.

Mein Fazit: Der Scan liefert einen konkreten Hinweis auf möglichen Verbesserungsbedarf bei der Netzwerktrennung, aber keinen Nachweis einer ausnutzbaren Schwachstelle.

Ich würde die Ergebnisse deshalb nicht dramatisieren, sondern sachlich an die Hotel-IT weitergeben.

Denn gerade bei Überwachungskameras, Netzwerkverwaltung und Gebäudeautomation sollte sichergestellt sein, dass diese Systeme vom öffentlichen Gäste-WLAN ausreichend abgeschirmt sind.

Und manchmal reicht schon eine einfache Bestandsaufnahme, um Fragen aufzuwerfen, denen ein Netzwerkadministrator besser einmal nachgehen sollte.