Sicherheit

WhatsApp plant „Restricted Chat“: Bestimmte Chats bleiben künftig nur auf dem Hauptgerät

KI-Generiertes Foto

WhatsApp arbeitet an einer neuen Datenschutzfunktion für besonders sensible Unterhaltungen. Sie heißt Restricted Chat und soll verhindern, dass ausgewählte Chats auf verknüpften Geräten auftauchen.

Wer die Funktion aktiviert, könnte eine Unterhaltung künftig nur noch auf dem primären Smartphone öffnen. Auf WhatsApp Web, Tablets oder anderen verbundenen Geräten soll der Chat dann nicht mehr synchronisiert werden.

Die Funktion ist aktuell noch in Entwicklung und steht noch nicht zum Testen bereit.

Mehr Schutz für sensible Unterhaltungen

Restricted Chat baut auf der bereits vorhandenen Funktion Advanced Chat Privacy auf.

Diese schützt bestimmte Unterhaltungen schon heute stärker als normale Chats. Unter anderem wird verhindert, dass:

  • Medien automatisch in der Galerie gespeichert werden

  • ganze Chats exportiert werden

  • Nachrichten aus dem Chat mit Meta AI geteilt werden

Restricted Chat soll diese Schutzmaßnahmen beibehalten und um einen wichtigen Punkt erweitern: Der Chat bleibt auf dem Hauptgerät.

Keine Synchronisierung auf WhatsApp Web und andere Geräte

Das ist wahrscheinlich die interessanteste Neuerung.

Normalerweise synchronisiert WhatsApp Unterhaltungen auf verknüpfte Geräte. Wer WhatsApp Web, einen Zweit-PC oder ein weiteres Mobilgerät nutzt, kann dort auf seine Chats zugreifen.

Bei einem eingeschränkten Chat soll genau das nicht mehr möglich sein.

Der Chat würde dann weder auf WhatsApp Web noch auf anderen verknüpften Geräten auftauchen.

Das kann besonders sinnvoll sein, wenn man bestimmte Unterhaltungen bewusst nur auf dem eigenen Smartphone verfügbar haben möchte.

Warum das wichtig sein kann

Verknüpfte Geräte sind bequem, erhöhen aber natürlich auch die Zahl der Orte, an denen Nachrichten sichtbar werden können.

Wenn beispielsweise ein Konto auf einem fremden oder gemeinsam genutzten Rechner verbunden ist, kann das bei sensiblen Unterhaltungen problematisch werden.

Hinzu kommen inoffizielle Clients oder Tools, die über verknüpfte Geräte auf WhatsApp zugreifen.

Mit Restricted Chat soll sich dieses Risiko reduzieren lassen, weil der entsprechende Chat den primären Mobilbereich gar nicht erst verlässt.

Auch externe Tools und KI-Agenten wären ausgesperrt

Der neue Schutz ist auch im Zusammenhang mit Drittanbieter-Tools interessant.

Wenn ein Tool über ein verknüpftes Gerät auf WhatsApp zugreift, kann es einen Restricted Chat nicht sehen, weil dieser dort gar nicht synchronisiert wird.

Das betrifft auch mögliche KI-Agenten oder inoffizielle Web-Clients, die Nachrichten automatisiert verarbeiten.

Gerade bei vertraulichen Unterhaltungen ist das eine sinnvolle zusätzliche Grenze.

Der Name soll Missverständnisse vermeiden

WhatsApp nennt die neue Funktion bewusst Restricted Chat.

Der bisherige Name „Advanced Chat Privacy“ konnte leicht so verstanden werden, als wären normale Chats weniger sicher.

Das ist aber nicht der Fall.

Normale WhatsApp-Chats bleiben weiterhin Ende-zu-Ende verschlüsselt. Restricted Chat ist lediglich eine zusätzliche Schutzstufe für Unterhaltungen, bei denen man noch stärker einschränken möchte, wo sie verfügbar sind.

Noch nicht verfügbar

Die Funktion wurde in WhatsApp Beta für Android 2.26.36.5 entdeckt.

Sie befindet sich aber noch in Entwicklung und kann aktuell auch von Beta-Testern nicht aktiviert werden.

Einen Termin für die Veröffentlichung gibt es bislang nicht.

Fazit

Restricted Chat klingt nach einer sinnvollen Erweiterung für Nutzer, die einzelne Unterhaltungen besonders schützen möchten.

Die Idee ist einfach: Bestimmte Chats bleiben nur auf dem Haupt-Smartphone und werden nicht auf verknüpfte Geräte übertragen.

Zusammen mit dem Schutz vor Export, automatischem Speichern von Medien und der Weitergabe an Meta AI entsteht damit eine deutlich strengere Datenschutzstufe.

Für normale Chats ist das wahrscheinlich nicht nötig. Für wirklich sensible Gespräche könnte die Funktion aber sehr praktisch werden.