Amazon schafft Monatsabrechnung ab: Das ändert sich beim Rechnungskauf 2026

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Amazon verabschiedet sich von einer beliebten Zahlungsart: Die Monatsabrechnung wird 2026 eingestellt. Kunden, die ihre Einkäufe bisher gesammelt im Folgemonat bezahlt haben, müssen sich auf eine Änderung einstellen.

Statt einer gemeinsamen Monatsrechnung soll es künftig einen Rechnungskauf für jede einzelne Bestellung geben. Dabei haben Kunden 14 Tage Zeit, die jeweilige Rechnung zu bezahlen.

Die Umstellung erfolgt schrittweise. Erste Amazon-Kunden wurden bereits im September 2026 per E-Mail informiert.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Amazon stellt die bisherige Monatsabrechnung ein.

  • Die Umstellung erfolgt in mehreren Phasen.

  • Künftig erhältst du für jede Bestellung eine separate Rechnung.

  • Die Zahlungsfrist beträgt 14 Tage.

  • Während der Umstellung kann der Rechnungskauf vorübergehend nicht verfügbar sein.

Stand: 9. Oktober 2026

Warum schafft Amazon die Monatsabrechnung ab?

Mit der bisherigen Monatsabrechnung konnten Amazon-Kunden mehrere Bestellungen über einen ganzen Monat sammeln und anschließend gemeinsam bezahlen.

Das war besonders praktisch für Nutzer, die regelmäßig bei Amazon einkaufen und nicht jede Bestellung einzeln überweisen wollten.

Damit ist nun Schluss.

Ein möglicher Hintergrund ist die neue europäische Verbraucherkreditrichtlinie (CCD 2), durch die längerfristige Zahlungsaufschübe strengeren Anforderungen unterliegen.

Die Monatsabrechnung erlaubte je nach Bestelldatum einen deutlich längeren Zahlungsaufschub als der künftig vorgesehene Rechnungskauf mit 14 Tagen Zahlungsfrist.

Amazon stellt deshalb auf ein anderes Modell um. Eine individuelle Begründung für jede Einzelheit der Umstellung liegt allerdings nicht vor.

Wann wird die Amazon-Monatsabrechnung eingestellt?

Einen einheitlichen Abschalttermin für alle Kunden hat Amazon bislang nicht genannt.

Nach Angaben des Unternehmens werden betroffene Kunden schrittweise über die Änderung informiert.

Erste entsprechende E-Mails wurden bereits Mitte September 2026 verschickt.

Die Umstellung erfolgt anschließend in den Wochen nach der Benachrichtigung. Deshalb ist es möglich, dass die Monatsabrechnung bei einigen Amazon-Kunden noch angezeigt wird, während sie bei anderen bereits verschwunden ist.

Wichtig: Wenn du die Monatsabrechnung derzeit noch nutzen kannst, bedeutet das nicht, dass Amazon die Einstellung zurückgenommen hat.

Was ändert sich beim neuen Rechnungskauf?

Die wichtigste Änderung betrifft die Abrechnung und den Zahlungszeitpunkt.

Bisher wurden mehrere Einkäufe zu einer Monatsrechnung zusammengefasst. Künftig soll jede Bestellung einzeln abgerechnet werden.

Bisherige MonatsabrechnungNeuer Rechnungskauf
Eine Sammelrechnung pro MonatSeparate Rechnung pro Bestellung
Zahlung im FolgemonatZahlung innerhalb von 14 Tagen
Mehrere Einkäufe gemeinsam bezahlenRechnungen einzeln begleichen
Eine gemeinsame ZahlungsfristUnterschiedliche Fälligkeitstermine möglich

Das bedeutet: Wer beispielsweise fünf Bestellungen an unterschiedlichen Tagen aufgibt, muss künftig auch mehrere Rechnungen und möglicherweise unterschiedliche Zahlungstermine im Blick behalten.

Der Rechnungskauf bleibt damit grundsätzlich als Alternative erhalten, allerdings ohne die bisherige Sammelfunktion.

Amazon-Rechnungskauf vorübergehend nicht verfügbar?

Während der Umstellung kann es vorkommen, dass weder die bisherige Monatsabrechnung noch der neue Rechnungskauf angeboten wird.

Amazon weist betroffene Kunden darauf hin, dass die Zahlungsoption während der Übergangsphase zeitweise nicht verfügbar sein kann.

Wer bei einer Bestellung keine entsprechende Auswahl findet, sollte deshalb nicht automatisch von einer dauerhaften Kontosperre ausgehen.

Prüfe zunächst, welche Zahlungsarten dir im Bestellvorgang angeboten werden.

Auch nach der Umstellung muss der Rechnungskauf nicht bei jeder Bestellung verfügbar sein. Welche Zahlungsarten angezeigt werden, hängt unter anderem von den jeweiligen Voraussetzungen ab.

Was passiert mit Amazon Prime und Prime Video?

Auch bei Abonnements kann sich durch die Abschaffung der Monatsabrechnung etwas ändern.

Wer seine Prime-Mitgliedschaft oder andere berechtigte Amazon-Abonnements bislang über die Monatsabrechnung bezahlt hat, soll künftig separate Rechnungen für die jeweiligen Abonnements erhalten.

Die bisherige Bündelung mit anderen Amazon-Einkäufen entfällt damit.

Betroffene sollten deshalb kontrollieren, welche Zahlungsart für ihre Abonnements hinterlegt ist und ob Amazon sie über Änderungen informiert hat.

Welche Alternativen zur Monatsabrechnung gibt es?

Wenn du deine Amazon-Bestellungen weiterhin bequem bezahlen möchtest, stehen je nach Konto und Bestellung andere Zahlungsarten zur Verfügung.

1. SEPA-Lastschrift

Bei der Lastschrift zieht Amazon den fälligen Betrag automatisch vom hinterlegten Bankkonto ein.

Das erspart manuelle Überweisungen, bietet aber keine gemeinsame Monatsabrechnung.

2. Kredit- oder Debitkarte

Auch die Zahlung per Kredit- oder Debitkarte bleibt eine Alternative.

Hier musst du ebenfalls keine einzelnen Rechnungen überweisen. Der Zeitpunkt der tatsächlichen Kontobelastung hängt von deiner Karte und Bank ab.

3. Amazon-Guthaben

Wer keine Bankverbindung für jede Bestellung verwenden möchte, kann Einkäufe auch über vorhandenes Amazon-Guthaben bezahlen, sofern die jeweilige Bestellung dafür geeignet ist.

4. Kauf auf Rechnung

Der neue Rechnungskauf ist die naheliegende Alternative für alle, die ihre Waren erst nach der Bestellung bezahlen möchten.

Allerdings müssen Rechnungen künftig einzeln und innerhalb der vorgesehenen Zahlungsfrist beglichen werden.

Was solltest du jetzt tun?

Wenn du bisher regelmäßig die Amazon-Monatsabrechnung genutzt hast, sind diese Schritte sinnvoll:

  1. E-Mails von Amazon prüfen: Achte auf eine Mitteilung zur Änderung deiner Zahlungsart.

  2. Offene Monatsabrechnungen kontrollieren: Bereits ausgestellte Rechnungen solltest du weiterhin fristgerecht bezahlen.

  3. Zahlungsoptionen überprüfen: Kontrolliere bei deiner nächsten Bestellung, ob der neue Rechnungskauf bereits verfügbar ist.

  4. Abonnements beachten: Prüfe die hinterlegten Zahlungsarten für Prime und andere Abos.

  5. Zahlungsfristen vormerken: Bei Einzelrechnungen können mehrere unterschiedliche Fälligkeitstermine entstehen.

Besonders bei vielen Bestellungen lohnt es sich, den Überblick über offene Zahlungen zu behalten.

Häufige Fragen zur Amazon-Monatsabrechnung

Wird die Amazon-Monatsabrechnung wirklich abgeschafft?

Ja. Amazon hat die geplante Einstellung bestätigt und bereits damit begonnen, betroffene Kunden zu informieren. Die Abschaltung erfolgt schrittweise.

Ab wann gibt es keine Monatsabrechnung mehr?

Ein fester Abschalttermin für alle Kunden wurde bisher nicht veröffentlicht. Die Umstellung findet im Laufe des Jahres 2026 statt.

Kann ich bei Amazon weiterhin auf Rechnung bestellen?

Ja, Amazon sieht einen neuen Rechnungskauf als Ersatz vor. Dabei erhältst du für jede Bestellung eine eigene Rechnung, die innerhalb von 14 Tagen bezahlt werden muss. Die Verfügbarkeit kann im Einzelfall variieren.

Warum wird die Monatsabrechnung bei mir noch angezeigt?

Amazon stellt nicht alle Kundenkonten gleichzeitig um. Deshalb kann die bisherige Zahlungsart vorübergehend noch verfügbar sein.

Was passiert mit meinen offenen Rechnungen?

Bereits ausgestellte Rechnungen solltest du entsprechend den angegebenen Zahlungsbedingungen begleichen. Die Abschaffung der Zahlungsart bedeutet nicht, dass offene Rechnungen entfallen.

Kann ich weiterhin alle Bestellungen gesammelt bezahlen?

Mit dem angekündigten neuen Rechnungskauf ist eine gemeinsame Monatsabrechnung nicht mehr vorgesehen. Jede Bestellung wird separat abgerechnet.

Fazit: Amazon-Kunden müssen sich 2026 umstellen

Mit der Abschaffung der Monatsabrechnung fällt bei Amazon eine Zahlungsart weg, die vor allem für regelmäßige Käufer praktisch war.

Der Rechnungskauf bleibt zwar grundsätzlich erhalten, funktioniert künftig aber anders: Statt einer gemeinsamen Monatsrechnung gibt es separate Rechnungen mit jeweils 14 Tagen Zahlungsfrist.

Noch läuft die Umstellung nicht bei allen Kunden gleichzeitig. Wer seine Monatsabrechnung aktuell noch nutzen kann, sollte sich dennoch auf die Änderung vorbereiten.

Für Nutzer, die möglichst wenig Aufwand mit einzelnen Zahlungen haben möchten, könnte die SEPA-Lastschrift künftig die bequemere Alternative sein.

Quellen: