Windows 11 26H2: Upgrade von 24H2 und 25H2 soll besonders einfach werden

Microsoft bereitet mit Windows 11 26H2 bereits die nächste Version von Windows 11 vor. Technisch fällt der Wechsel diesmal vergleichsweise unspektakulär aus: Die neue Version basiert weiterhin auf derselben Grundlage wie Windows 11 24H2 und 25H2.

Aktuell wird Windows 11 26H2 mit Builds aus der 26300er-Reihe getestet.

Windows 11 26H2 bleibt auf derselben Basis

Interessant ist vor allem, dass Microsoft für Windows 11 26H2 offenbar keinen komplett neuen technischen Unterbau verwendet.

Die Version basiert weiterhin auf Windows 11 24H2 Build 26100, intern auch als Germanium bezeichnet. Das bedeutet: Viele Bestandteile von 26H2 befinden sich bereits auf aktuellen Windows-11-Systemen und müssen lediglich aktiviert werden.

Genau deshalb dürfte das eigentliche Upgrade für viele Nutzer sehr schnell erledigt sein.

Upgrade per Enablement Package

Wer bereits Windows 11 24H2 oder Windows 11 25H2 verwendet, kann voraussichtlich über ein kleines Funktionsupdate auf Windows 11 26H2 wechseln.

Dabei kommt das Enablement Package KB5121794 zum Einsatz.

Ein solches Aktivierungspaket unterscheidet sich deutlich von einem klassischen großen Feature-Upgrade. Statt mehrere Gigabyte an Systemdateien komplett neu zu installieren, werden bereits vorhandene Funktionen freigeschaltet.

Das hat mehrere Vorteile:

  • deutlich kleinerer Download

  • schnellere Installation

  • kürzere Neustartzeit

  • geringerer Aufwand als bei einem vollständigen Versionsupgrade

Gerade für Systeme, auf denen Windows 11 außerhalb der offiziell unterstützten Hardwareanforderungen läuft, kann dieser Upgrade-Weg interessant sein.

Alternativ bleibt das Inplace Upgrade per ISO

Natürlich lässt sich Windows 11 26H2 auch weiterhin über eine ISO-Datei installieren beziehungsweise aktualisieren.

Ein sogenanntes Inplace Upgrade dauert zwar länger als die Installation über ein Enablement Package, kann dafür aber sinnvoll sein, wenn Windows bereits Probleme macht.

Dabei werden wichtige Windows-Systemdateien neu installiert, während persönliche Dateien und installierte Programme normalerweise erhalten bleiben.

Ein Inplace Upgrade kann deshalb beispielsweise interessant sein, wenn:

  • Windows nicht mehr sauber läuft,

  • Systemdateien beschädigt sind,

  • Windows Update Probleme verursacht,

  • oder ohnehin ein größeres Versionsupgrade durchgeführt werden soll.

Checkpoint-Updates bleiben relevant

Da Windows 11 26H2 weiterhin auf der 26100er-Basis aufbaut, spielt auch das sogenannte Checkpoint-Update KB5043080 aus September 2024 weiterhin eine Rolle.

Wer sein Windows regelmäßig über Windows Update aktualisiert hat, muss sich darum allerdings normalerweise nicht kümmern. Die notwendigen Voraussetzungen befinden sich auf einem aktuellen System bereits auf dem Rechner.

Relevant wird das Thema vor allem bei manuellen Installationen oder beim Erstellen eigener Installationsmedien.

Windows 11 26H2 soll 25H2 nach und nach ablösen

Windows 11 26H2 wird die bisherige Version 25H2 schrittweise ersetzen.

Ab Oktober 2026 soll die neue Version dann den regulären Supportzeitraum erhalten. Für die Home- und Pro-Editionen bedeutet das voraussichtlich wieder 24 Monate Unterstützung mit Updates.

Für die meisten Nutzer dürfte der Wechsel von 24H2 oder 25H2 auf 26H2 daher deutlich weniger spektakulär ausfallen als frühere große Windows-Upgrades.

Im besten Fall heißt es diesmal tatsächlich: kleines Update installieren, neu starten – fertig.